|
Donnerstag, 28. September 2006 |
Die P40 war einer der Hauptjäger der amerikanischen Luftwaffe – zuerst des amerikanischen Heers – und eigentlich 1940 schon technisch weit überholt. Die P40 waren an jedem Kriegschauplatz zu finden und neben der britischen Luftwaffe waren auch die chilenische, die chinesische und die brasilianische Luftwaffe Abnehmer. Die P40 gilt als ziemliches zweitklassiges Flugzeug, wobei sogar das noch übertrieben ist.
|
|
|
Mittwoch, 26. Oktober 2005 |
|
Der erste Blick in das Heft oder auf die einzelnen Bögen des Modells ist ja schon göttlich und mit geht es so, dass ich Modelle stundenlang in der zweidimensionalen Form anschauen und studieren kann. Aber spätestens, wenn man sich daran macht, das Ding vom zwei- in den drei-dimensionalen Zustand zu überführen stellt man fest, dass das bedruckte Papier, das man gekauft hat, nicht alles ist. Für praktisch jedes Modell werden zusätzliche Materialien gebraucht, die nur in den seltensten Fällen beiliegen (die einzigen Modelle, die ich kenne, in denen wirklich alles beiliegt, sind die des spanischen Verlags Paper Kit). Von ganz wenigen anderen Materialien abgesehen, ist das, was man zusätzlich braucht Verstärkungskarton, Draht und Folie. |
|
|
Mittwoch, 17. August 2005 |
Die Kawasaki Hien wird allenthalben als eine japanische Kopie der Me 109 bezeichnet. Das ist nicht richtig, aber das hindert diverse Historiker nicht, diese Ente ohne Unterlaß zu wiederholen. Richtig ist vielmehr, dass die Hien an die He100 angelehnt ist, die im Jagdmaschinen-Contest gegen die Messerschmitt durchgefallen ist, und deshalb zum Export, bzw. zur Lizenzproduktion freigegeben worden war. Allerdings kam in die Hien ein Lizenzbau des Daimler Benz 601 hinein, und das erklärt die relative Ähnlichkeit mit der Me 109. Es wäre ja nun bekloppt gewesen, Auspuff- und Ansaugstutzen nur deshalb irgendwo anders hinzuschrauben, damit es nicht deutsch aussieht. Sehr viel größer ist die Ähnlichkeit der Hien mit italienischen Macchis, daher vermutlich auch die etwas italophile Code-Bezeichnung „Tony“, die die Amis der Hien gaben. |
|
|
Donnerstag, 2. Juni 2005 |
 Mit der Tsurugi ist Modelik seinem Credo treu geblieben, ungewöhnliche Flugzeuge als Modell herauszubringen. Die Tsurugi ist – wie man schon an der hohen Nummer sehen kann – eine der letzten japanischen Konstruktionen des Krieges gewesen und war ein reines Kamikaze-Flugzeug. Ganz anders als das relativ ausgefeilte Raketenflugzeug Ohka war die Tsurugi eine absolut billige Konstruktion, die gerade mal vom japanischen Flugplatz bis zum nächsten amerikanischen Flugzeugträger halten musste. Sozusagen der Hamburger der militärischen Luftfahrt. Die Trag- und Leitwerke sehen aus, als wäre sie aus einem Stück Aluminium geschnitzt worden, kein Spornrad, sondern nur ein Sporn, keine geschlossene Haube, ein Sitz aus Holz und gerade mal die notwendigsten Instrumente, das Fahrwerk zum Abwerfen und sämtliche Bleche der Motorverkleidung genietet – Wartungsarbeiten waren ja nicht nötig.
|
|
|
|