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Ki-115 Tsurugi - eine der letzten Konstruktionen
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Thursday, 2. June 2005
Beitragsinhalt
Ki-115 Tsurugi - eine der letzten Konstruktionen
"Fahrgestell" toc="2"
"Fazit"
ImageMit der Tsurugi ist Modelik seinem Credo treu geblieben, ungewöhnliche Flugzeuge als Modell herauszubringen.

Die Tsurugi ist – wie man schon an der hohen Nummer sehen kann – eine der letzten japanischen Konstruktionen des Krieges gewesen und war ein reines Kamikaze-Flugzeug. Ganz anders als das relativ ausgefeilte Raketenflugzeug Ohka war die Tsurugi eine absolut billige Konstruktion, die gerade mal vom japanischen Flugplatz bis zum nächsten amerikanischen Flugzeugträger halten musste. Sozusagen der Hamburger der militärischen Luftfahrt. Die Trag- und Leitwerke sehen aus, als wäre sie aus einem Stück Aluminium geschnitzt worden, kein Spornrad, sondern nur ein Sporn, keine geschlossene Haube, ein Sitz aus Holz und gerade mal die notwendigsten Instrumente, das Fahrwerk zum Abwerfen und sämtliche Bleche der Motorverkleidung genietet – Wartungsarbeiten waren ja nicht nötig.
Eine Bewaffnung war, außer einer 500kg- oder 800kg-Bombe, nicht vorgesehen, und diese sollte offensichtlich fest am Rumpf verschraubt werden, um komplizierte Bombenschlösser zu sparen.

Alles in allem sieht die Kiste aus, wie eben mal schnell zusammengeschraubt.

Eingesetzt wurde die Maschine, soweit ich herausbekommen konnte, nie. Daher hat sie auch keine amerikanische Code-Bezeichnung erhalten. Hätte wahrscheinlich auch Probleme gegeben: ein Flugzeug, das aussieht wie ein Jäger, aber ein Bomber ist... Die Amis hätten das Ding vermutlich „Bill Daisy“ genannt, oder „Rainer Maria“, oder so.

Ziemlich außergewöhnlich ist, dass Rafal Ciesielski, der ja nun eher für Modelle von monströsen Teileanzahlen bekannt ist, es fertig gebracht hat, die Einfachheit und Improvisation der Konstruktion sehr gekonnt wieder zu geben. Richtig ausgetobt hat sich der Mann dafür am 14-Zylinder-Sternmotor, der um Längen besser gelungen ist, als das vergleichbare Aggregat von Maly´s Zero oder Kate. Aber dazu später mehr.
Ki115_1.jpg
Ki115_1.jpg

Die gesamte Konstruktion ist gut durchdacht – entsprechend der anderen Werke von Rafal Ciesielski – und stellt einen vor keine wirklichen Schwierigkeiten.

Die Passgenauigkeit ist schlicht phantastisch, allerdings gibt es ein paar Probleme, die nicht notwendig gewesen wären.

Der Karton ist gut und lässt sich hervorragend verarbeiten, und der Druck ist mit dem Aluminium-Glanz spitze (schade, dass der gleiche Silberdruck nicht auch bei der Jak 17 „Feather“ Verwendung gefunden hat...).


 
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