| Me109Z - Eine außergewöhnliche Konstruktion |
| Saturday, 7. May 2005 | |||||
Seite 1 von 3 Die Me109Z ist schon im Original eine ziemlich ausgeflippte Konstruktion, aber was der Autor Rafal Ciesielski daraus für EMA2000 gemacht hat, ist mindestens ebenso außergewöhnlich. Zuerst einmal: für AnfängerInnen der illustren Kunst des Papiermodellbaus ist die Me109Z nichts (es sei denn, man hat einen leicht masochistischen Hang zum Mißerfolg). Das Modell ist von der Konstruktion her durchaus logisch aufgebaut und wirkliche Schwierigkeiten beim Verständnis des Ganzen gibt es eigentlich nicht, aber viele Teile sind kleine Kunstwerke und erfordern mindestens ebenso viel Spaß daran, Papier in die abstrusesten Formen zu bringen, wie Rafal Ciesieklski ihn offensichtlich hat. Der absolute Knaller dieses Modells sind natürlich die beiden Daimler-Benz Motoren, die jeweils aus beinahe ebenso vielen Teilen bestehen, wie das restliche Modell. Man muss kerngesund sein, um diese Dinger zu bauen! Aber es fehlt von den Rohrleitungen des Kompressors, über die Aufhängungen (mit Silentblöcken!), bis hin zum kleinen Mercedes-Stern auf dem Gehäuse des Steuertriebs wirklich nichts. Es liegen sogar Zeichnungen für die korrekten Anschlüssen von Öl, Wasser und Elektrik bei. Also: wer Spaß daran hat, kann die gesamte Motorverkleidung, wie auch auf dem Umschlagbild zu sehen, separat bauen, so das Motoren und die durch die Motorwelle feuernde Kanone sichtbar sind (Ich hab´s nicht gemacht – stört nur die Linie des Flugzeugs – aber ein kleiner Motorblock auf dem Schreibtisch, der nicht weiß, wo er hingehört, ist auch lustig). Naja, aber zum Rest des Modells: Allgemein ist zu sagen, dass Grafik und Detailliertheit ziemlich nah an die besten Flugzeugkonstruktionen der letzten Jahre herankommen. Der Karton ist klasse – einer der wenigen Kartons, die auch bei Kleinteilen gut zu verarbeiten ist und nach dem Runden die Form behält. Allerdings müssen scharfe Rundungen sehr sorgfältig gemacht werden (Flügelvorderkanten etc.), sonst wird es krumpelig. Schade ist allerdings, dass die einzelnen Bögen nicht die gleiche Farbigkeit haben. Deutlich wird das, wenn man das Modell zusammen hat: z.B. unter dem Rumpf treffen sich drei verschiedene Grau´s, die eigentlich eins sein müssten, und wenn man sich dafür entscheidet, das Leitwerk ohne Hakenkreuz zu bauen (nette Idee übrigens, zwei Leitwerke beizulegen...), kommt noch ein viertes Grau dazu. Und was echt nervig ist, ist der chaotische Aufbau der Bögen. Klar, bei der Unmasse von Teilen sind sämtliche Bögen des Heftes gestopft voll mit Teilen, aber es ist anstrengend, immer wieder alles durchsehen zu müssen, weil man gerade ein bestimmtes Teil sucht – irgendwann findet man es dann auch, aber in einer völlig anderen Sektion. Um die Sache zu vereinfachen, sollte man sich alle Teile des gerade anstehenden Bauabschnitts in eine Schachtel packen. Die Konstruktion ist ansonsten gut durchdacht und logisch, nur scheint den Autor bei einigen Abschnitten die Lust verlassen zu haben, etwa bei den Fahrwerksschächten. Da hat man echt schon besseres gesehen. |
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Die Me109Z ist schon im Original eine ziemlich ausgeflippte Konstruktion, aber was der Autor Rafal Ciesielski daraus für EMA2000 gemacht hat, ist mindestens ebenso außergewöhnlich. Zuerst einmal: für AnfängerInnen der illustren Kunst des Papiermodellbaus ist die Me109Z nichts (es sei denn, man hat einen leicht masochistischen Hang zum Mißerfolg). Das Modell ist von der Konstruktion her durchaus logisch aufgebaut und wirkliche Schwierigkeiten beim Verständnis des Ganzen gibt es eigentlich nicht, aber viele Teile sind kleine Kunstwerke und erfordern mindestens ebenso viel Spaß daran, Papier in die abstrusesten Formen zu bringen, wie Rafal Ciesieklski ihn offensichtlich hat. Der absolute Knaller dieses Modells sind natürlich die beiden Daimler-Benz Motoren, die jeweils aus beinahe ebenso vielen Teilen bestehen, wie das restliche Modell. Man muss kerngesund sein, um diese Dinger zu bauen!