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Seite 1 von 3 Die P40 war einer der Hauptjäger der amerikanischen Luftwaffe – zuerst des amerikanischen Heers – und eigentlich 1940 schon technisch weit überholt. Die P40 waren an jedem Kriegschauplatz zu finden und neben der britischen Luftwaffe waren auch die chilenische, die chinesische und die brasilianische Luftwaffe Abnehmer. Die P40 gilt als ziemliches zweitklassiges Flugzeug, wobei sogar das noch übertrieben ist.
Die Maschine war viel zu langsam, zuwenig manövrierfähig, zu schlecht bewaffnet und konnte eigentlich gar nichts richtig. Ein paar Asse sind mit diesem Flugzeug bekannt geworden, aber die meisten Piloten haben die Unzulänglichkeiten des Flugzeugs nicht überlebt. Im Grunde begegnete die P40, wo immer sie auftauchte, weit überlegenen Jägern und gemocht hat sie niemand.
Ein wesentlicher Grund für diese Ablehnung war sicherlich auch die Optik: besonders die Versionen mit dem Ansaugstutzen auf der Motorhaube sahen ziemlich so aus wie ein zu schwer beladenes und in der Mitte durchgebogenes Kanu, und der riesige Kühler und das schmale Leitwerk ließen die Maschine einfach hoffnungslos buglastig aussehen. Naja, und auch sonst: in meinen Augen ist die Kiste hässlich wie die Nacht. Immerhin konnte man auf den Kühler mit der Deckenrolle ein Bild malen und es blieb immer noch jede Menge Platz übrig. Die meisten Bilder, die man von P40 Warhawk (oder Tomahawk, oder Kittyhawk) sieht, zeigen Haifischmäuler, Tiger- oder Drachenköpfe oder, wie in diesem Fall, einen Totenkopf mit dem Namen „Miß Frances III“ (war vielleicht eine Lehrerin auf der Grundschule, oder so). Ihre Vorteile des Flugzeugs lagen allerdings darin, dass sie sehr gutmütig zu fliegen war, „A breeze to land“, wie einer der Piloten sagte und dass sie überaus robust war. Es sind mehrere Fälle bekannt geworden, bei denen P40 Zero´s durch Rammen zum Absturz gebracht haben, ohne dabei mehr als ein paar Kratzer davon zu tragen.
Begeistert waren die Piloten allerdings von dem riesigen Cockpit (mir kommt es nicht größer vor, als in einigen anderen Maschinen...). Während die Piloten von der Mustang sagten: „Man steigt nicht ein in eine Mustang, man zieht sie an“, gab es unter den P40-Piloten einen Scherz: “Frage: Wie entgeht man in einer P40 feindlichem Flakfeuer? Antwort: Durch Herumlaufen im Cockpit“. Trotzdem die P40 in allen bis auf die Variante N viel langsamer war, als die meisten gegnerischen Jagdmaschinen und vor allem die neuesten amerikanischen, lief die Produktion mit hohen Stückzahlen bis zum Jahr 1944 weiter. Die Gründe dafür, warum ein ziemlich überholtes Flugzeug zuungunsten anderer Muster weiter produziert wurde, liegen im Dunkel und werden wohl ein Geheimnis bleiben.
Die von Grzelczak konstruierte Maschine ist eine der Versionsreihe N, die mit deutlich über 600km/h mit anderen Jagdmaschinen mithalten konnte. Die charakteristische sanduhrförmige Innenverkleidung hinter dem Sitz fehlt bei dieser Maschine, was das einzige offensichtliche Indiz dafür ist, dass es sich um eine der letzten Baureihen handelt. Das aktuelle Modell von Orlik ist deutlich detaillierter und grafisch besser gestaltet, als die olle C-Version der P40, die Grzelczak mal für GPM gemacht hat. Einige Macken hat das Modell aber trotzdem.
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