| KEEP COOL! - Setzen Sie das Klima aufs Spiel! |
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Stürme in allen Weltgegenden, Hochwasser, Weihnachten im T-Shirt und dick eingepackt in den Sommerurlaub. Wer es beim Klimaschutz mal ganz anders machen will, kann auf das Spiel „Keep Cool“ zurückgreifen. 3 bis 6 Spieler übernehmen bei „Keep Cool“ die Rollen von Ländergruppen wie den USA, den Entwicklungsländern, Europa oder der Schwellenländer. Jede Ländergruppe besitzt eine Anzahl Fabriken, die jede Runde Einkommen bringen. Mit diesem kann man neue Fabriken bauen. Es gibt zwei Sorten von Fabriken: grüne und schwarze. Die schwarzen Fabriken sind billiger, haben aber auch eine direkte Auswirkung auf das Weltklima. Je schlechter es dem Klima geht, desto häufiger kommt es zu Katastrophen, die ins Geld gehen.
Es gibt bei „Keep Cool“ aber auch grüne Fabriken. Die bringen das gleiche Einkommen aber haben keine Auswirkungen auf das Weltklima. Dummerweise sind die grünen Fabriken aber teurer. Man kann also vorsorgen, indem man entweder Schutzmaßnahmen kauft, oder Möglichkeiten erforscht, grüne Fabriken billiger zu machen. Jede Ländergruppe hat ein wirtschaftliches Ziel, nämlich eine bestimmte Anzahl Fabriken aufzustellen und so die wirtschaftliche Versorgung zu sichern. Dieses Ziel erreicht jeder Spieler allein: Geld einnehmen, Fabriken kaufen, fertig. Blöde ist nur, dass es auch ein politisches Ziel gibt, und dies kann man nur in Absprache mit anderen Spielern erreichen. Das, was also zuerst wie ein Wirtschaftsspiel aussah – wenn auch zu einem hochaktuellen Thema – entpuppt sich nach kurzer Zeit als ein reinrassiges Verhandlungsspiel. Was tun, wenn das eigene politische Ziel ist, weltweit eine Anzahl grüner Fabriken zu haben und zwei Spieler haben schlicht nicht das Geld, um die teuren grünen Dinger aufzustellen? Oder was, wenn man glaubt, dass ein Mitspieler das Ziel verfolgt, möglichst viele schwarze Fabriken zu bauen? Und kann man den Mitspielern, die so freundlich tun, überhaupt trauen? Ist denen das globale Klima nicht vielleicht völlig schnuppe? Gewonnen hat, wer zuerst beide Ziele, das wirtschaftliche UND das politische, erreicht hat, was etwa 90 Minuten dauert. Bei 6 Spielern etwas länger, bei 3 Spielern etwas kürzer. „Keep Cool“ ist sehr vielschichtig, und macht Menschen Spaß, die gerne taktieren, Pläne schmieden, auch mal andere gemein über den Tisch ziehen. Wessen Lieblingsspiel „Mensch-ärgere-dich-nicht“ ist, der wird mit „Keep Cool“ wenig Spaß haben. Wer sich über das Spiel hinaus zum Thema informieren will, der findet Informationen zu den Bezügen zwischen Spiel und Realität im Begleitheft, oder unter www.spiel-keep-cool.de. Die Autoren: Dr. Gerhard Petschel-Held und Klaus Eisenack arbeiten in der Abteilung „Integrierte Systemanalyse“ am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Das Institut wurde 1992 gegründet und beschäftigt rund 120 Wissenschaftler. Seine Forschungen zu Klimawandel, Klimafolgen und nachhaltiger Entwicklung sind international anerkannt. Das PIK gehört zur Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz. „Keep Cool“ ist geeignet für 3-6 SpielerInnen, ab 12 Jahren. Das Spiel kostet 24,95 € zzgl. Porto und Verpackung und kann bezogen werden über Spieltrieb www.spieltriebgbr.de Kommentare (0)
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